Zum Hauptinhalt springen
    Microsoft 365 Admin Center mit Lizenz-Auslastungs-Report

    Microsoft 365 Renewal 2026/27: was die Preisanpassung zum 1. Juli 2026 für den Schweizer Mittelstand heißt

    Ab 1. Juli 2026 gelten neue Preise für die kommerziellen Microsoft-365-Suiten. Drei realistische Optionen für den Schweizer Mittelstand: Annual-Renewal vor Stichtag, P3Y-Lock für drei Jahre, oder Step-up-SKUs statt Suite-Upgrade.

    Kurzfazit

    Microsoft hat im Dezember 2025 angekündigt und im April 2026 erinnert: ab dem 1. Juli 2026 kommt eine globale Preisanpassung für die kommerziellen Microsoft-365-Suiten. Neue und verlängernde Kunden zahlen ab diesem Datum den neuen Preis. Bestandskunden sehen die neue Preisliste zur jeweils nächsten Vertragsverlängerung nach dem 1. Juli. Wer den aktuellen Preis für einen vollen Term sichern will, hat bis zum 30. Juni 2026 Zeit, eine Verlängerung abzuschliessen.

    Für den Schweizer Mittelstand heisst das nicht automatisch "vor dem 1. Juli alles verlängern". Die Renewal-Vorbereitung ist der richtige Moment, die Lizenzstruktur ehrlich zu prüfen, statt aus Reflex zu erneuern.

    Geltungsbereich. Microsoft hat die Preisänderung mit einer Bundle-Aufwertung der M365-E3/E5- und Business-Suiten verknüpft (zusätzliche Security- und Management-Capabilities). Konkrete Listenpreise variieren nach Markt, Kanal (CSP / EA / direkt) und Verhandlung. Dieser Beitrag beschreibt die Mechanik, keine Zahlen, die einem Schweizer EA- oder CSP-Vertrag entsprechen würden.

    Die drei Pflichttermine im Renewal-Kalender 2026/27

    Drei Daten gehören in jeden M365-Renewal-Plan, der zwischen Sommer 2026 und Sommer 2027 ansteht.

    • 1. Juli 2026 (weltweit): Neue Listenpreise treten in Kraft. Verlängerungen ab diesem Datum laufen zum neuen Preis. Renewals vor dem 1. Juli sichern den aktuellen Preis für die volle Vertragslaufzeit.
    • Nächster Renewal-Stichtag pro Subscription: Microsoft passt Bestandsverträge nicht mitten im Term an. Die neuen Preise greifen erst, wenn eine Subscription nach dem 1. Juli 2026 verlängert wird. Wer eine Annual-Subscription am 15. August verlängert, zahlt ab dem 15. August den neuen Preis für die nächsten zwölf Monate.
    • Drei Monate Vorlauf: Microsoft selbst weist die CSP-Partner darauf hin, dass "successful renewal efforts can take up to three months". Ein Renewal-Gespräch für den 1. Juli 2026 startet realistisch im April 2026, für einen 1. Oktober 2026 spätestens im Juli 2026.

    Was im Bundle dazukommt

    Microsoft erweitert die Bundles "im Laufe von 2026" um zusätzliche Security- und Management-Capabilities. Was bereits in den letzten Quartalen über das "E3/E5 Extra Features"-Modell dazukam, gibt eine Indikation, in welche Richtung sich der Funktionsumfang bewegt: Avatars for Teams, Microsoft Clipchamp, Microsoft Loop, Windows Autopatch und Universal Print sind bereits in E3 Extra Features enthalten. E5 Extra Features bringt zusätzlich Customer Lockbox, Insider Risk Management, Endpoint DLP, Defender for IoT Enterprise und ML-basierte Klassifikation. Microsoft hat zudem angekündigt, dass Security Copilot in den kommenden Monaten in Microsoft 365 E5 integriert wird.

    Drei Optionen zur Renewal-Vorbereitung

    Statt einer pauschalen Empfehlung "jetzt sofort verlängern" haben Schweizer Mittelständler drei realistische Optionen, je nach Lizenzbestand und Wachstumshorizont.

    Option A: Annual-Term-Renewal vor dem 1. Juli 2026

    Klassische Verlängerung des bestehenden Annual-Vertrags. Sichert den aktuellen Preis für zwölf Monate. Geeignet für Tenants mit stabiler Headcount-Prognose und ohne Pläne für einen Stufenwechsel E3 zu E5 oder Business Standard zu Business Premium.

    Option B: Drei-Jahres-Term (P3Y) für M365 E3, E5 oder Teams Enterprise

    Microsoft hat seit Juni 2025 P3Y-SKUs für M365-Enterprise-Suiten verfügbar. Preisänderungen während des Terms gelten nicht für laufende Subscriptions, nur für Neukäufe oder Term-Renewals zum Zeitpunkt der Preisänderung. Wer im Juni 2026 einen P3Y-Vertrag abschliesst, hat den aktuellen Preis bis Mitte 2029 gesichert. Geeignet für Tenants mit stabiler Headcount-Prognose über drei Jahre und der Bereitschaft, sich an die heutige Bundle-Auswahl zu binden. Microsoft macht den dreijährigen Term zusätzlich mit aktuell 10 Prozent Rabatt auf E3, Security-Suiten und E5 P3Y attraktiv (Stand Februar 2026, Kampagnenkonditionen können sich ändern).

    Option C: Step-up-SKUs statt Suite-Upgrade

    Wer von E3 auf E5 geht, weil ein einziges Security-Feature fehlt, überbezahlt. Seit Januar 2026 sind Entra ID P2 und Microsoft Defender for Endpoint Plan 2 als step-up-SKUs über CSP verfügbar. Diese Add-ons bringen exakt die zwei häufigsten Gründe für ein E5-Upgrade in einen Bestands-E3-Tenant, ohne den vollen E5-Preis. Geeignet für Tenants, die heute E3 lizenziert haben und gezielt Identity Protection oder Endpoint-Security nachrüsten wollen, ohne im selben Schritt auf die volle Compliance- und Voice-Suite zu wechseln.

    Praxisvergleich: was die drei Optionen für einen 800-FTE-Tenant heissen

    Beispiel-Tenant: 800 Mitarbeitende, davon 720 mit M365 E3 (Wissensarbeiter) und 80 mit M365 F3 (Service-Desk und Lager). Heutige Lizenzstruktur, kein Add-on. Renewal-Stichtag 1. September 2026.

    • Option A (Annual vor 1. Juli): Tenant verlängert die 720 E3-Seats und 80 F3-Seats Ende Juni zum aktuellen Preis. Bindung: zwölf Monate. Risiko: kein Hebel auf die Bundle-Erweiterung; der Tenant zahlt für die neuen Features ab Juli 2027 dann doch.
    • Option B (P3Y): Tenant konvertiert die 720 E3-Seats auf einen P3Y-Term. Bindung: drei Jahre. Aktuelle CSP-Promo 10 Prozent Rabatt auf den dreijährigen Term. Risiko: Headcount-Veränderungen über drei Jahre lassen sich nur in vereinbarten Grenzen anpassen. Wer im zweiten Jahr 100 Stellen abbaut, sitzt auf einem Vertragsüberhang.
    • Option C (E3 + step-up): 720 E3-Seats werden Annual verlängert, 200 davon erhalten zusätzlich Entra ID P2 als step-up-SKU. Der Rest bleibt E3 ohne add-on. Bindung: zwölf Monate. Geeignet, wenn nur ein Teil der Belegschaft die Identity-Protection-Features braucht (typisch: Finance, Geschäftsleitung, IT-Admins).

    Was wir explizit nicht empfehlen

    Pauschal von E3 auf E5 hochziehen, weil "das Bundle eh teurer wird". In den meisten unserer Renewal-Audits der letzten zwölf Monate sind 60 bis 80 Prozent der E5-spezifischen Funktionen ungenutzt: Insider Risk Management, Customer Lockbox, Microsoft Endpoint DLP und Defender for IoT laufen in vielen Mittelstands-Tenants als "bezahlt aber nicht konfiguriert". Wenn die fehlende Funktion Entra ID P2 oder Defender for Endpoint P2 ist, ist der step-up-SKU der ehrlichere Hebel.

    Genauso vorsichtig sollte man mit der Bundle-Erweiterung umgehen. Microsoft kommuniziert die Erweiterung als "mehr Wert zum höheren Preis". Das stimmt erst, wenn die zusätzlichen Capabilities (Universal Print, Insider Risk, Clipchamp und so weiter) in der Roadmap aktiv eingeplant sind. Andernfalls ist es ein Inventory-Aufschlag.

    Anmerkung von Milan: In den drei Renewal-Mandaten, die wir im ersten Quartal 2026 begleitet haben, hat die strukturierte Bestandsaufnahme im Schnitt eine zweistellige Prozent-Einsparung gegenüber der vom Vertriebskanal vorgeschlagenen Renewal-Konfiguration ergeben. Das hat nichts mit Verhandlungsgeschick zu tun, sondern damit, dass die meisten Renewal-Vorschläge auf einer Headcount-Hochrechnung aus dem letzten Vertragsabschluss basieren, nicht auf der heutigen Nutzung. Vor jedem Renewal lohnt der Blick in das Microsoft-365-Admin-Center auf die tatsächliche Lizenzauslastung der letzten 90 Tage.

    Theia-Empfehlung für Kundenberatung

    1. Renewal-Kalender erstellen. Listen Sie alle M365-Subscriptions mit Term-Ende zwischen Juni 2026 und Juni 2027 auf. Markieren Sie pro Subscription Term-Länge, Kanal (CSP / EA / direkt), Seat-Count und Aktivierungsgrad der bezahlten Features.
    2. Bestandsaufnahme vor Renewal-Gespräch. Prüfen Sie pro Suite die tatsächliche Nutzung im Microsoft 365 Admin Center (Reports / Usage). Eine M365-E5-Lizenz mit unter 20 Prozent aktiver Defender- und Purview-Nutzung ist ein Downgrade-Kandidat, kein Renewal-Kandidat.
    3. Drei-Optionen-Vergleich pro Segment. Erstellen Sie pro Mitarbeitenden-Segment (zum Beispiel Geschäftsleitung, Wissensarbeiter, Service-Desk) einen Vergleich Annual / P3Y / step-up. Entscheiden Sie segmentweise, nicht pauschal.
    4. Theia M365 Renewal Health Check. Wir bewerten in einem strukturierten Workshop (zwei Halbtage, fix pro Mandat) Ihre Lizenzstruktur, die aktuelle Nutzung und Ihre Headcount-Prognose für die kommenden ein bis drei Jahre. Ergebnis: ein Renewal-Plan mit konkreten Empfehlungen pro Segment und einem dokumentierten Verhandlungsspielraum gegenüber Ihrem CSP- oder EA-Kanal.

    Quelle: Microsoft Learn, "Pricing and packaging updates for commercial Microsoft 365 suites coming in 2026" (Abruf: 25. Mai 2026), learn.microsoft.com/partner-center/announcements/2025-december; Microsoft Learn, "Reminder: Microsoft 365 pricing and packaging updates coming in 2026" (Abruf: 25. Mai 2026), learn.microsoft.com/partner-center/announcements/2026-april; Microsoft Learn, "Unlock new Security revenue with CSP add-ons" (Abruf: 25. Mai 2026), learn.microsoft.com/partner-center/announcements/2026-january; Microsoft Learn, "New commerce license-based pricing (3-year terms)" (Abruf: 25. Mai 2026), learn.microsoft.com/partner-center/pricing/pricing-and-offers.

    Aktualisiert am 25. Mai 2026. Nächste Überprüfung: 25. November 2026.

    Wir verwenden Cookies und externe Dienste (z.B. Google Maps), um Ihnen die bestmögliche Erfahrung auf unserer Website zu bieten. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.